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  • Normän

Gut zu Vögeln!

Aktualisiert: 20. Sept. 2020

Ja genau! Wir alle sollten gut zu Vögeln sein! Vor allem nachts.

Und wer jetzt meint ich hätte einen Vogel, sollte auch ihm seine Nachtruhe lassen.

So wie wir auch gerne Fliegen würden, würden Vögel auch gerne in Ruhe schlafen oder die nächtliche Stille zum Überflug nutzen.

Es gab Zeiten, da hatten auch wir Menschen einen Tag-Nacht-Rhythmus.

Dieser ist dem Handy-An-Handy-Aus-Rhythmus gewichen und kann nur noch bei anderen Lebewesen der Erde zu finden sein. Wenn Vögel schlafen könnten, würden sie nur so davon träumen.

Vögel würden uns sicherlich auch eine Standpauke halten, wenn doch nur der Papagei uns nicht alles nachplappern würde, sondern einen eigenen Standpunkt hätte. Sie würden uns erzählen, dass es nachts in den Bäumen scheint, als würde jemand eine Taschenlampe durch ihr Fenster leuchten lassen. Sie würden erzählen, dass das ganze Licht sie nur noch mehr verwirrt und sie nur den natürlichen Lichtquellen vertrauen können.

Hier ein paar Fakten zusammengefasst:

  • Vögel brauchen die dunkle Nacht zur Erholung.

  • Vögel werden durch die Lichtverschmutzung in ihrem Rhythmus gestört. Sie fangen früher an zu singen und später an zu schlafen.

  • Vögel fangen früher im Jahr an zu brüten, leider meist ohne Erfolg da im Winter das Futter knapp ist.

  • Vögel werden wie die Insekten durch grelles Licht geblendet, angezogen, verwirrt und geschwächt. Das führt meist zu Verletzungen und oft zum Tod.

  • Zugvögeln wird das Leben sehr schwer gemacht. Ihr Orientierungssinn ist stark negativ beeinflusst durch das Licht.

  • Schwache Jungvögel werden durch das Licht angezogen anstatt zu ihren Futterplätzen zu gelangen.

  • Dies alles führt zu mehreren Millionen Toten Vögeln im Jahr.

Als eine gesamte Herde Kraniche ein Stadtgebiet mit einem Wasserlandeplatz verwechselte, waren die Folgen verheerend. Sie krachten in Häuser, gegen Fenster, verletzten sich und waren sicherlich stark traumatisiert. Wenn der Nebel mit dem künstlichen Licht kombiniert, die Vögel dazu bringt einer Fata Morgana zu verfallen, ist der Mensch sicherlich kein Unschuldslamm.

Das wir daraus nicht flächendeckend lernen, kommt dem Schweigen der Lämmer jedoch ziemlich nahe. Kein Tag sollte vergehen an dem wir nicht die Folgen unserer Licht und Energieverschwendung zu hören bekommen.

Wie lernt man aus solchen Dingen? Und wer muss daraus lernen, damit sich tatsächlich etwas ändert? Und warum stehen hier mehr Fragen als Antworten?

Das Bewusstsein für die Lichtverschmutzung muss wachsen. Es ist bereits eine vom Bund anerkannte Umweltverschmutzung. Jährlich steigert sie sich um 6%. Nur die Wachstumsrate der militanten Veganer ist höher.

Menschen wie du und ich, können dazu beitragen in dem wir das Wort zu unserem allwöchentlichen Smalltalkwortschatz hinzufügen.

Jetzt kommen ein paar Links, die auf Seiten führen, die interessante Artikel enthalten, die mit Fakten bestückt sind, welche das Problem hoffentlich verständlich näher bringen.

https://www.spektrum.de/news/strassenbeleuchtung-laesst-voegel-frueher-singen/1337995

https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/lichtverschmutzung/

https://www.nabu.de/wir-ueber-uns/infothek/mitgliedermagazin/archiv/06891.html

Ich freue mich sehr über alle Kommentare und Ideen, wie wir die Sache angehen können.

Wie stets am Ende,

Licht aus - Mond an!

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